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Mamirauá: Das Schutzgebiet, das Brasiliens Naturschutz verändert hat

Über eine Million Hektar überfluteter Wald, Heimat von Flussdelfinen und Seekühen – und das erste Gebiet in Brasilien, in dem Menschen und Natur gemeinsam geschützt werden.

2 Min. Lesezeit
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Eine Gruppe von Gemeindemitgliedern in grünen und weißen T-Shirts auf einem Holzsteg am Fluss

Rund 600 Kilometer westlich von Manaus, wo die Flüsse Solimões und Japurá zusammenfließen, liegt eines der ungewöhnlichsten Schutzgebiete der Welt. Mehrere Monate im Jahr steht der Wald hier unter Wasser. Boote ersetzen Wege, Fische schwimmen zwischen den Baumkronen, und die Häuser der Menschen stehen auf Stelzen oder schwimmen.

Ein Wald, der atmet

Mamirauá ist ein Várzea-Gebiet – ein Überschwemmungswald, der mit dem Wasserstand des Flusses jedes Jahr steigt und fällt. Das Schutzgebiet umfasst rund 1,1 Millionen Hektar und ist seit 1993 als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention anerkannt. Hier leben über 400 Vogelarten und rund 45 Säugetierarten, darunter der Kahlkopf-Uakari, das Schwarzkopf-Totenkopfäffchen, die Amazonas-Seekuh und der Amazonasdelfin.

Die Idee, die alles veränderte

Ursprünglich wurde Mamirauá 1990 als klassische ökologische Station ausgewiesen – ohne Menschen. Doch die Forschenden, die sich hier vor allem für den Schutz des Uakari einsetzten, erkannten schnell: Ohne die Menschen, die seit Generationen in diesem Wald leben, würde der Schutz nicht funktionieren. 1996 wurde Mamirauá deshalb als erstes „Schutzgebiet für nachhaltige Entwicklung“ Brasiliens neu gegründet – eine Kategorie, die Naturschutz, nachhaltige Nutzung und Forschung verbindet.

  • Die Ribeirinhos – die am Fluss lebende Bevölkerung – wirken an der Datenerhebung mit und bestimmen über die Nutzung ihrer Seen und Wälder mit.
  • Hier entstand das Management des Pirarucu, das heute im ganzen Amazonas Schule macht.
  • Das Instituto Mamirauá begleitet die Gemeinden wissenschaftlich und betreibt gemeinsam mit ihnen die Uakari Lodge.
Mamirauá hat gezeigt, dass Menschen nicht das Problem des Waldes sind – sondern seine besten Verbündeten.

Warum Mamirauá uns so wichtig ist

Fast alles, wofür Ka’a Harmony steht, lässt sich in Mamirauá beobachten: gemeinschaftlicher Naturschutz, Einkommen aus intakter Natur, Forschung, die mit den Menschen arbeitet statt über sie. Wir erzählen diese Geschichte in Europa weiter und verbinden die Initiativen vor Ort mit Partnern, die solche Modelle stärken wollen.

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