Ka’a Journal
Newsletter #1: Vom Amazonas nach Berlin – unser erstes Jahr
Ein Jahr Ka’a Harmony: unser erstes Panel rund um die COP30 in Belém, die Geschichte von Dona Oneca und dem Frauennetzwerk MMIB – und die Netzwerke, in denen wir jetzt mitwirken.
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Dieser Beitrag ist zuerst als unser Newsletter #1 erschienen (auf Englisch).Original-Newsletter ansehen
Ein Gruß von Priscila
Ka’a Harmony hat gerade ihr erstes Jahr abgeschlossen. Während in Europa der Frühling beginnt und im Amazonas die Erntezeit – Cupuaçu reift, Kakaobäume erwachen –, ist es der richtige Moment, innezuhalten und zu teilen, was wir aufgebaut haben. Danke, dass Sie Teil dieser Reise sind.
Die Welt kam in den Amazonas
Die COP30 brachte die Welt nach Belém, eine Stadt am Rand des Amazonas. Noch nie haben so viele Indigene und Vertreterinnen der Zivilgesellschaft an einer Klimakonferenz teilgenommen. Der neue Gender-Aktionsplan nennt indigene und lokale Frauen erstmals ausdrücklich als „Akteurinnen des Wandels“.
Ka’a Harmony war dabei – und hat nicht nur zugeschaut. Wir haben unser erstes Panel im Umfeld der COP organisiert: „Bonds That Sustain: Rethinking International Collaboration in the Amazon“. In einem Moment großer Versprechen zur Klimafinanzierung stellten wir die schwierigere Frage: Wie stellen wir sicher, dass globale Zusagen wirklich bei den Menschen ankommen, die die Arbeit bereits leisten? Auf dem Podium: indigene Führungspersönlichkeiten, Forschende und Finanzexpertinnen.

Stimmen aus dem Amazonas: Dona Oneca
Eine unserer zentralen Aufgaben ist es, die Geschichten der Frauen sichtbar zu machen, die den Amazonas schützen. Dona Oneca ist eine von ihnen. Sie ist Mitglied im MMIB – dem Movimento de Mulheres das Ilhas de Belém, einer 1998 gegründeten Frauenbewegung, die Frauen auf mehr als 40 Inseln rund um Belém verbindet.
Was unter einem Baum mit der Idee begann, Fruchtaufstriche herzustellen, ist zu einem bemerkenswerten Netzwerk gewachsen: Die Frauen produzieren Priprioca, Andiroba und Breu branco – Rohstoffe, die in Produkte der bekannten brasilianischen Kosmetikmarke Natura einfließen. Daneben fertigen sie Bio-Schmuck, betreiben nachhaltigen Tourismus und schützen den Wald, der sie schon immer ernährt hat.

Nicht, weil sie gerettet werden müssen – sondern weil sie die Ressourcen und die Sichtbarkeit verdienen, die zu dem passen, was sie bereits leisten.

Wurzeln schlagen: Netzwerke und Gemeinschaft
Dauerhafter Wandel entsteht nicht im Alleingang. Deshalb sind wir in diesem Jahr Netzwerken beigetreten, die unsere Werte teilen: Catalyst Now, einer globalen Bewegung sozialer Innovatorinnen und Innovatoren in 154 Ländern; Project Dandelion, einer von Frauen geführten Kampagne für Klimagerechtigkeit; und der Arbeitsgruppe Bioökonomie der Concertação pela Amazônia, dem wichtigsten Multi-Stakeholder-Netzwerk für eine nachhaltige Zukunft des Amazonas.
Wir suchen Stiftungen, Impact-Investoren und Institutionen, für die der Schutz des Amazonas und Investitionen in seine Gemeinschaften zwei Seiten derselben Medaille sind.
Was als Nächstes kam
- Amazon Week Berlin (1.–6. Juni 2026): Wir haben die Amazon Week unterstützt und ein Panel zu Kakao und Bioökonomie gestaltet – mehr dazu in Newsletter #2.
- Leadership Academy für Frauen: Wir entwickeln ein Programm, das Frauen aus der Klimaarbeit in Berlin mit Führungsfrauen aus dem Amazonas zusammenbringt. Interesse? Schreiben Sie uns.
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